Der Sankt Olavsweg – Vorstellung

Geschichte des heiligen Sankt Olav

Der Sankt Olavsweg ist ein Pilgerweg, der vom schwedischen Sundsvall auf ca. 600 km zum norwegischen Trondheim führt.

Man geht dabei auf den Spuren des heiligen St. Olav.
Kurz zusammengefasst: Der norwegische König Olav Haraldsson II wurde 955 geboren. Er  christianisierte sein Land, wurde dann vertrieben und befand sich einige Zeit im Ausland. Als er zurückkehrte kam er an der schwedischen Küste an Land und machte sich auf den Weg nach Norwegen und seine Macht zurückzuerlangen. Olav Haraldsson II starb jedoch auf dem Weg bei einer großen Schlacht nahe Stiklestad, ca. 100 km oberhalb von Trondheim. Er wurde nach seinem Tod nach Trondheim gebracht und dort begraben. Angeblich so erzählt man sich habe man ihn nach einiger Zeit wieder ausgegraben und seine Wangen seien noch rot gewesen. Auf seinem Grab gab es erst einen kleinen Aufbau und in der Nähe eine Quelle. Dem Wasser aus der Quelle wurden heilende Kräfte zugesprochen und so kam es, dass Olav nach einiger Zeit heilig gesprochen wurde. Der Aufbau auf seinem Grab wuchs und wuchs bis zum heutigen Nidarosdom. Im eindrucksvollen Dom von Trondheim und den beiden anliegenden Museen erfährt man mehr über ihn und den Dom.

 

Der Pilgerweg nach Trondheim

Man kann den Pilgerweg sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad und einzelne Strecken auch mit dem Pferd zurücklegen. Aber Achtung, nicht alle Strecken sind gleich. Fahrrad und Fußweg unterscheiden sich öfters. Dies ist auf der offiziellen Karte eingezeichnet.

Auf dem kompletten Weg gibt es immer wieder Tafeln und historische Stätten, die uns etwas zu seiner Geschichte, aber auch generell etwas über den Ort und die Region erzählen. Es wird nie langweilig. Neben den historischen Erzählungen gibt es sehr viele sehenswerte Kirchen auf dem Weg, die auch etwas für nicht religiöse Menschen sind.

Der Pilgerweg führt auf Feldwegen, Asphalt und kleinen Pfaden durch Wälder und Wiesen.

Für den kompletten Weg kann man, je nach eigener Kondition, etwa einen Monat einplanen. Für größere Städte wie Selanger, Östersund und Trondheim empfiehlt es sich, eventuell mehrere Tage einzuplanen, da diese Städte viel Sehenswertes bieten.

Equipment & perfekte Pilgerzeit

Die perfekte Wanderzeit ist von Juni bis August. Neben normaler Wanderausrüstung sollte auf jeden Fall lange Unterwäsche eingepackt werden, da es nachts trotz des Sommers kalt werden kann. Schwere Wanderstiefel sind nicht von Nöten, es genügen bequeme wasserdichte Trail Running Schuhe mit zusätzlichen Gamaschen, die den Schuh und das Bein schützen wenn man auf Wegen geht, auf denen nasses Gras über den Weg hängt. (Tipp!!!)

 

Lebensmittel, Kochen, Einkaufen

Wer einen Gaskocher mitnimmt, muss planen, in welchen Städten er eine Ersatzkartusche kaufen kann. Auf dem kompletten Weg kommt man auch sehr gut mit einem Holzvergaser zurecht, da es überall Holz zum verbrennen gibt.

Es gibt nur 2 Abschnitte wo man für mehrere Tage einkaufen muss. Ein Mal für 2 Tage bei Borgsjö an der Tankstelle (da es keinen Supermarkt gibt) und ein Mal in Duved beim Supermarkt für 3 Tage. Alle anderen Tage kommt man bestimmt alle 1-2 Tage an einem Supermarkt vorbei. Man braucht sich überhaupt keine Sorgen machen.

Wasser gibt es überall entlang des Weges. Wer eine Wasserquelle findet, füllt einfach jedes Mal seine Vorräte auf.

 

Budget

Wer nur das Zelt nutzt, kommt fürs jeweilige Land mit einem Budget von ca. 150 bis 300 € umgetauscht in schwedische oder norwegische Kronen zurecht. In fast allen Geschäften kann man aber auch mit Karte zahlen.

 

Internet & SIM Karte

In Schweden kann man sich ohne Probleme eine SIM-Karte kaufen. Es ist anders wie in Norwegen keine Registrierung der eigenen Person notwendig. Mobiles Internet ist im Vergleich zu Deutschland, in Schweden extrem günstig.

 

Übernachtungen, Wildcampen, Jedermannsrecht

Aufgrund des Jedermannsrechts kann man sein Zelt fast überall aufschlagen. Wer nicht so gern zeltet, findet zahlreiche Herbergen entlang des Weges.

Wer auf einem Campingplatz mit Zelt übernachten möchte, muss mit ca 10 bis 20 € rechnen. Herbergen gibt es mit Einzelzimmern, Mehrbettzimmern und Schlafräumen entlang des Weges. Oft sind Herbergen allerdings auch einfache Gästehäuser von Einheimischen.

 

Navigation

Man kann mit etwas Glück und viel Aufmerksamkeit den Weg auch ohne Karte gehen. Es empfiehlt sich allerdings, eine PDF Datei von der offiziellen Internetseite herunter zu laden. Diese kann man ausgedruckt mitnehmen oder auf seinem Handy als digitale Datei mitnehmen. Wer nur zeltet und kaum Möglichkeiten hat sein Smartphone zu laden, druckt sich die Karte am besten aus oder nutzt einen Pilgerführer.
Wer es bequemer mag, kann natürlich auch eine mobile Navigations App wie z.B. Open Android Maps, komoot, maps.me oder ähnlich benutzen.

 

Externe Links

(Englisch) St. Olavsweg, offizielle Seite: http://www.stolavsleden.com/
(Englisch) Facebook Gruppe mit 1500 Mitgliedern: https://www.facebook.com/groups/hikingstolavsleden/

 

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