Sankt Olavsweg – Teil 7

Pilgerweg umplanen in Norwegen

Da ich mich für den Küstenweg entschlossen habe, komme ich gegen Mittag in Levanger an. Hier gibt’s einen lustigen Kiwi-Markt! Haha! Beim Supermarkt nutze ich auch gleich das kostenlose Wlan (wie so oft in Norwegen) und stelle mit Erschrecken fest, dass die Fähre, die Teil der letzten Kilometer des Küstenweges ist, nur bis zum 22 August fährt und auch nur 2 mal die Woche. Mist! Was nun, über das Datum bin ich schon hinaus!

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Sankt Olavsweg – Teil 6

Munkeby – Küste oder Inland ?

Schon nach kurzer Zeit erreiche ich Munkeby. Dort treffen ich in der Früh um 8 Uhr eine Frau die im Fluss badet. Sie sagt mir, dass sie vom Theater sei und sie gestern und heute Ronja Räubertochter spielen und ich doch bleiben solle. Das erklärt also auch die Geräusche, die ich in der Nacht gehört habe. Dabei dachte ich schon an ein Volksfest oder ähnliches. Leider muss ich ihr absagen da mein Zugtermin schon feststeht. Einen Blick auf die Klosterruinen, über welche die Bühne errichtet ist, werfe ich allerdings trotzdem und stelle fest, dass es eine schöne Atmosphäre bietet.

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Sankt Olavsweg – Teil 5

Die Schlacht um Stiklestad

Heute erwache ich früh und kann endlich mal meine Tagebucheinträge nachholen. Um halb 9 bin ich dann endlich so weit und kann meine Sachen zusammenpacken. Ab nach Vuku! Allerdings nehme ich einen anderen Weg, als auf der Karte verzeichnet. Somit komme ich von einem Hügel aus auf Vuku zu und kann ein paar schöne Aufnahmen machen.

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Sankt Olavsweg – Teil 4

Eine Begegnung mit Gottes Sohn

Nachdem ich heute erst um 8 Uhr aufgestanden bin, packe ich meine Sachen zusammen und begebe mich, da es schon wieder regnet und nass ist, auf der Hauptstraße E14 entlang Richtung Åre. Nach kurzer Zeit hält allerdings ein Wagen an und ein junger Mann steigt aus. Er fragt mich ob ich ein Stück mitgenommen werden möchte. Ich stimme zu und schraube den Wagen etwas auseinander, sodass dieser in den Kofferraum passt. Anschließend fahren wir bis nach Duved und er erzählt mir, dass er nur zu Besuch in Schweden ist und heute noch nach Norwegen möchte.

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Sankt Olavsweg – Teil 2

Gastfreundschaft beim Pilgern in Schweden

Die Nacht an meine Zeltplatz war sehr schön. Gegen Abend haben sich noch ein paar Angler gezeigt, die mit Fliegen gefischt haben, das nennt sich „Fliegenfischen“.
Heute Morgen geht es direkt weiter, immer wieder am Wasser entlang bis ich nach einiger Zeit eine Bucht erreiche. Das Schöne an dem Weg ist auch, dass es immer wieder Schilder gibt, die einem etwas zur Geschichte und der Herkunft verschiedener Namen oder Bezeichnungen erzählen. In dieser Bucht wurde jemand, der das Christentum ins Land bringen wollte, auf eine Insel verbannt. Er schwamm zurück ans Ufer des Festlandes, wo er anschließend ermordet wurde. So hat die Bucht ihren Namen erhalten. An anderer Stelle wird mir über ein Wikingergrab berichtet, was 1982 gefunden wurde.

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Sankt Olavsweg – Teil 1

In Schweden auf den Spuren Sankt Olavs

Der Sankt Olavsweg startet offiziell im schwedischen Selånger, wo sich zur damaligen Zeit (im Hinblick auf die Geschichte des Weges) der Hafen befand. Man kann in der heutigen Zeit aber auch schon in Sundsvall starten, wo die meisten Pilger am Bahnhof ankommen. Selånger befindet sich ca. einen Tagesmarsch entfernt, ein ausgeschilderter Weg ist vorhanden.

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Der Sankt Olavsweg – Vorstellung

Geschichte des heiligen Sankt Olav

Der Sankt Olavsweg ist ein Pilgerweg, der vom schwedischen Sundsvall auf ca. 600 km zum norwegischen Trondheim führt.

Man geht dabei auf den Spuren des heiligen St. Olav.
Kurz zusammengefasst: Der norwegische König Olav Haraldsson II wurde 955 geboren. Er  christianisierte sein Land, wurde dann vertrieben und befand sich einige Zeit im Ausland. Als er zurückkehrte kam er an der schwedischen Küste an Land und machte sich auf den Weg nach Norwegen und seine Macht zurückzuerlangen. Olav Haraldsson II starb jedoch auf dem Weg bei einer großen Schlacht nahe Stiklestad, ca. 100 km oberhalb von Trondheim. Er wurde nach seinem Tod nach Trondheim gebracht und dort begraben. Angeblich so erzählt man sich habe man ihn nach einiger Zeit wieder ausgegraben und seine Wangen seien noch rot gewesen. Auf seinem Grab gab es erst einen kleinen Aufbau und in der Nähe eine Quelle. Dem Wasser aus der Quelle wurden heilende Kräfte zugesprochen und so kam es, dass Olav nach einiger Zeit heilig gesprochen wurde. Der Aufbau auf seinem Grab wuchs und wuchs bis zum heutigen Nidarosdom. Im eindrucksvollen Dom von Trondheim und den beiden anliegenden Museen erfährt man mehr über ihn und den Dom.

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