Strom beim Wandern & auf der Radreise

Unterwegs auf einer Radreise, Wanderung oder Weltreise hat man verschiedene Möglichkeiten elektronische Geräte zu laden. Diese Möglichkeiten möchte ich nun vorstellen.

 

Powerbank

Eine Powerbank ist ein großer Akku an dem sich USB-Anschlüsse befinden, womit man Handy, Tablet usw. laden kann.
Heutzutage gibt es viele verschiedene Powerbank-Anbieter. Empfehlen kann ich persönlich Anker, womit ich sehr zufrieden bin. Ob man nun eine 10, 20, oder 30000 Milliampere Powerbank nutzt, muss je nach dem eigenen Bedarf selber entschieden werden. Mit einer Powerbank ist man nicht auf Sonne angewiesen und sie eignet sich meiner Meinung nach am besten für Radreisende oder Rucksacktouristen, die auch mal in Hostels oder auf Campingplätzen übernachten. Dann kann man die Powerbank einfach bequem über Nacht laden und hat wieder mehrere Tage Strom um Smartphone, Kamera oder Tablet zu laden.

Nachteil: Gewicht, muss alle paar Tage geladen werden.

Vorteil: Strom reicht für mehrere Tage, meistens nach einer Nacht voll geladen. Gute Kombination mit einem Solar-Panel.

 


Solar

Solarpanels zum Reisen  mit USB Anschluss sind meist kleinere Panels, die zusammengefaltet werden können. Diese Panels sind vor Wind und Wetter geschützt und man kann diese einfach hinten auf das Rad schnallen bzw. auch auf den Rucksack montieren. Am Solarpanel lassen sich meistens bis zu zwei Geräte anschließen die dann gleichzeitig geladen werden.

Man hat die Möglichkeit an einem Solarpanel eine Powerbank anzuschließen die dann dauerhaft den Strom speichert. Somit ist auch bei Regentagen Energie vorhanden, die anschließend bei Sonnenschein wieder nachgetankt werden kann. Sprich die Powerbank wird bei Sonne geladen und bei schlecht Wetter wird die gespeicherte Energie genutzt.

Die Kombination Powerbank + Solarpanel habe ich auf dem Olavsweg (~ 1 Monat Pilgerweg) genutzt. Die Powerbank habe ich insgesamt 2 mal bei Übernachtungen geladen und sonst nur mit dem Solarpanel oder auch mal kurz in einem Café. Ich habe 2 Kameras + Smartphone genutzt und sehe den Strombedarf als überdurchschnittlich hoch an. Ich bin mit dieser Kombination sehr gut zurecht gekommen und kann es absolut empfehlen.

Nachteil: Nur Strom bei Sonne
Vorteil: In Kombination mit einer Powerbank sehr nützlich

 


Fahrrad-Dynamo-Strom zu USB-Umwandler

Wenn man unterwegs mit einem Dynamo elektronischen Geräte laden möchte, benötigt man einen kleinen Umwandler. Dieser Umwandler ermöglicht es, Geräte bequem per USB zu laden. Sehr wichtig ist hierbei, dass der Dynamo einen hohen Wirkungsgrad hat, da er dann schon bei niedrigen Geschwindigkeiten ausreichend Strom produziert. Man kann beim Fahren zwischen Licht und USB Betrieb wechseln. Also entweder Licht anschalten oder über USB Geräte laden.

Ich möchte allerdings auf einen deutlichen Nachteil hinweisen. Man fährt immer unterschiedliche Geschwindigkeiten. Wenn man sein Telefon in den USB-Port steckt und man schnell fährt wird es geladen und das Display geht an, fährt man langsamer sinkt der Ladestrom und das Display geht wieder an, weil das Handy “denkt” der Ladestecker wurde entfernt.  Das bedeutet also das Display geht immer an und aus und das ist ein riesengroßer Stromfresser.  Wer einen Dynamo und Umwandler sinnvoll nutzen möchte, braucht auf jeden Fall eine Pufferbatterie bzw. eine Powerbank.

Zu bedenken: Wer dann wiederum ab und zu auf Campingplätzen oder in Hostels übernachtet, kann seine Powerbank natürlich auch dort laden und könnte auf die zusätzliche Tritt-Erschwerung vom Dynamo verzichten. Das bedeutet  man kann Gewicht und Geld sparen, wenn man kein Dynamo nutzt.

 

Nachteil: Kein durchgehender Ladestrom, Tret-Erschwerung, mehr Gewicht, Umwandler muss gut geschützt werden, Dynamo ist nicht günstig, Licht benötigt man auf einer Radreise sehr selten, geringer Ladestrom

Vorteil: Strom ist Wetter unabhängig (starker Gegenwind ausgenommen), wer wirklich Wochen in der Einöde bei schlechtem Wetter unterwegs ist und kein Solarpanel nutzen kann, hat Strom

Fahrrad-Dynamo & USB-Ladegerät

Fazit nach einer Radreise


Andere Methoden

Sicherlich gibt es noch andere Methoden wie z.B.  Windkraft, Wasserkraft oder auch einen kleinen Hobo-Ofen in dem durch Hitze Strom erzeugt wird. Allerdings überzeugen mich diese Geräte nicht und ich sehe es eher als unnötigen Schnickschnack, da diese Geräte selten einsetzbar und zudem auch noch teuer sind. Allerdings gibt es sicherlich auch Ausnahmen in denen man diese Geräte super nutzen kann wie z.B. auf einem höher gelegenen Berg Camp, wo den ganzen Tag Wind ist und man für drei Wochen bleibt. Aber wie bei jeder andere Sache muss das natürlich jeder für sich selber entscheiden 🙂